Geteiltes Ich in einer Welt im Übergang
Fünf Schauspieler*innen verkörpern gemeinsam einen Wanderer und machen aus einem Ich eine vielstimmige Bewegung durch eine Welt im Umbruch. „Winterreise“ erzählt keine individuelle Geschichte, sondern entwirft das Bild einer Welt im Übergang, vielstimmig, fragmentiert und in Bewegung. Jelineks Text folgt keiner linearen Handlung. Er entfaltet eine Sprachlandschaft aus Reflexionen, Erinnerungen und gesellschaftlichen Beobachtungen. Die Inszenierung übersetzt diese Struktur in ein Zusammenspiel von Körper, Klang und Raum. Licht, Musik und Bewegung verdichten sich zu einer Atmosphäre, die weniger Figurenpsychologie als Wahrnehmungsräume in den Mittelpunkt stellt.
Zweisprachigkeit und Performance
Gebärdensprache ist integraler Bestandteil der Aufführung und in ihrer Eigenständigkeit präsent. Beide Sprachen, Gebärdensprache und Lautsprache, stehen gleichberechtigt nebeneinander und sind jeweils verständlich. Jede Geste, jeder Laut und jede choreografische Verschiebung wird Teil einer kollektiven Suche nach Zugehörigkeit in einer sich verändernden Welt.
Ensemble und Team
Auf der Bühne stehen die beiden Tauben Performer Rafael-Evitan Grombelka und Eyk Kauly sowie die Ensemblemitglieder Linda Elsner, Marlene Goksch und Roberto Romeo.
In der Regie von Zino Wey entsteht ein multisensuales Theatererlebnis,die Kostüme entwirft Pascale Martin, die Musik stammt von Lukas Huber, die Access-Dramaturgie liegt bei Franziska Winkler und die Dramaturgie bei Sabrina Toyen.
weitere Vorstellungen folgen am 28. und 29. März 2026. Alle Vorstellungen sind als Relaxed Performance mit Early Boarding und freier Platzwahl konzipiert. Tickets sind im Kundencenter des Theaters Dortmund sowie online unter www.theaterdo.de erhältlich.


