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"Gyges und sein Ring" von Friedrich Hebbel im Residenztheater München

15.12.2011

Premiere am Mittwoch, 21. Dezember 2011, 19.30 Uhr. -----

Die Frau ist wunderschön und fremd – und sie trägt einen Schleier. Nur ihr Vater und ihr Mann dürfen Rhodope, Gattin des mythischen Königs Kandaules, unverhüllt sehen. Doch Kandaules glaubt den alten Zeichen und Regeln nicht.

Der Augenmensch Kandaules, der die Dinge sieht, wie sie sind, erhält von seinem griechischen Freund Gyges einen Ring mit der magischen Kraft, seinen Träger unsichtbar zu machen. So kann er noch das letzte Geheimnis, das ihm anvertraut ist, lüften – er lädt Gyges ein, unbemerkt in sein Schlafzimmer zu kommen, um die Schönheit seiner Frau zu bewundern. Die Aufklärung, die entschleiern muss, kein Geheimnis verträgt, immer „kommuniziert“ und an die Öffentlichkeit zerrt, steht in diesem Stück gegen die alte Kraft des Glaubens und der Bedeutsamkeit, der Repression und des Fanatismus, die unversöhnlich, blutschreierisch und überdreht jede Grenzverletzung für eine Lebens- und Weltfrage hält.

Die Tiroler Regisseurin Nora Schlocker *1983 inszeniert die selten gespielte Tragödie von Friedrich Hebbel, in der der Widerspruch zwischen Moderne und Tradition, Transparenz und Geheimnis unaufgelöst bleibt.

Regie Nora Schlocker,

Bühne Jessica Rockstroh,

Kostüme Caroline Rössle-Harper

Mit Britta Hammelstein, Stefan Konarske, Friederike Ott, Katrin Röver, Werner Wölbern, Paul Wolff-Plottegg

Weitere Vorstellungen im Residenztheater

MO 26. DEZ 11, 18:00 Uhr

DI 27. DEZ 11, 19:00 Uhr

DO 05. JAN 12, 19:30 Uhr

FR 06. JAN 12, 19:00 Uhr

MI 18. JAN 12, 20:00 Uhr

DI 24. JAN 12, 20:00 Uhr

DO 26. JAN 12, 20:00 Uhr

Informationen unter www.residenztheater.de/spielplan

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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